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"Auf ein Wort" aus dem Kirchenboten April / Mai 2019

Liebe Gemeinde,

Was für ein Bekenntnis!

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!“ (2. Samuel 7, 22).

Was muss ein Mensch erlebt haben, um das sagen zu können? Und noch dazu mit einer solchen Sicherheit und Überzeugung.

König David sagt das aus voller Überzeugung. Und ja, David hat eine ganze Menge erlebt in seinem Leben. Als Hirte hat er gelebt, bevor er an das Königshaus von Saul kam und schließlich selbst König über Gesamtisrael wurde. Jetzt geht es David gut und das, weil Gott bei ihm ist und ihn segnet. Alle seine Feinde um ihn herum hat Gott zerschlagen und die Verheißung für David und sein Königtum zeigt, dass Gott ihn und sein Haus auch in Zukunft segnen wird.

Und David? Er kann es erst gar nicht glauben. „Wer bin ich, dass du mich bis hierher gebracht hast und sogar für die Zukunft meines Hauses eine solche Zusage machst?“, fragt er Gott. Und das führt ihn noch mehr zu diesem starken Bekenntnis.

David will für Gott als Dank ein Zedernhaus bauen, in dem die Lade, mit den zehn Geboten, aufbewahrt werden soll, ein Zedernhaus, in dem Gott wohnen soll. Aber Gott lässt David durch Nathan ausrichten, dass dies nicht nötig ist. Ein anderer aus seinem Geschlecht wird das Haus Gottes aufbauen. Gott will sein Vater sein und er soll sein Sohn sein. Und auch wenn er Fehler macht, wird Gottes Gnade nie von ihm weichen. Dieser Hinweis auf Jesus lässt auch uns Christen heute teilhaben am Segen Gottes. Lässt uns als Christen sagen: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!“

Jesus Christus hat diesen Segen Gottes, seines Vaters tatsächlich erlebt, so wie es angekündigt ist. Er ist nicht vor dem weggelaufen was ihn in seinem Leben und Sterben erwartet hat. Nein, ihm war bewusst: Dein Wille geschehe! Gottes Wille geschehe. Und Gott hat Jesus nicht verlassen. Die Gnade Gottes, seine Liebe und sein Segen haben seinen Sohn Jesus von den Toten auferweckt und somit eine Hoffnung für jeden von uns geschenkt. Auch wir werden die Gnade und Liebe Gottes spüren. Für uns ist der Weg zu Gott geöffnet. Und das nicht nur im Tod. Auch schon in unserem Leben können wir Gottes Segen und seine Zuneigung spüren.

Ja, im Leben eines Menschen läuft selten alles so, wie man es plant, wie man es sich wünscht. Und oft fragen wir uns, warum das alles so sein muss. Wenn geliebte Menschen sterben, wir einfach keinen neuen Job finden. Wir nicht wissen, wo es in unserem Leben hin gehen soll. Da hilft kein Wegrennen, nur das Vertrauen darauf, dass Gott mit uns ist.

Und dann geschehen auch Dinge in unserm Leben, mit denen wir so vielleicht gar nicht gerechnet haben, die wir nur dankbar annehmen können.

Wenn sich unerwartet ein neuer Weg für uns öffnet, eine neue Aufgabe auf uns wartet, die uns erfüllt. Wenn eine Krankheit gut zu Ende geht, oder Menschen sich versöhnen.

Wenn wir uns umsehen in unserem Leben, erkennen wir, dass Gott uns segnet und uns begleitet. Dann können auch wir voller Überzeugung sagen: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir!“

Herzlichst
Stefanie Ziegler