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KV-Wahl 2018

KVWahl2018

"Auf ein Wort" aus dem Kirchenboten Januar/Februar 2015

Vom Besten aller guten Vorsätze für das Jahr 2015 Nicht mehr Rauchen, weniger Essen, mehr Sport machen! Das sind die drei Topklassiker an guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Was machen Ihre guten Vorsätze? Haben Sie welche und wenn ja, wie läuft es mit denen? Meine eigene Erfahrung hat mich gelehrt, dass ich mich leicht tue, schnell eine ehrgeizige Liste mit guten Vor-sätzen beisammen zu haben. Es gibt immer was, was ich gerne verändern würde. Aber das mit dem Durchhalten der guten Vorsätze ist dann schon schwieriger. Ich gestehe, dass ich meistens spätestens am 7. Januar, wenn die Weihnachtslichter verschwinden und der Alltag mich wieder fest im Griff hat, aufgebe und den guten Vorsatz, wie gut er auch gewesen sein mag, einfach Vorsatz sein lasse. Vielleicht weil er mich nicht nur herausfordert, sondern überfordert hat. Oder weil er zu wenig tragfähig war für mein „normales“ Leben. Oder auch weil er einfach zu ehrgeizig gewesen ist. Und trotzdem versuche ich es jedes Jahr neu, mit den guten Vorsätzen – im festen Glauben daran, dass ich es diesmal durchhalte und sich etwas zum Guten verändert.

Die Jahreslosung für dieses Jahr ist für mich auch so etwas wie ein guter Vorsatz für das neue Jahr 2015, wenn auch ein ganz Besonderer:

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Röm 15,7)

Jeden immer und überall annehmen, ist das überhaupt möglich oder überfordert das nicht total? Bestimmt ist das wünschenswert, aber in jedem Fall ein zu ehrgeiziger Vorsatz, der auf Dauer garantiert überfordern würde. Aber mit Hilfe des Nachsatzes zum guten Vorsatz aus dem Römerbrief, wird die Jahreslosung für mich tragfähig für das „normale“ Leben.  Denn vor dem guten Vorsatz, den ich selbst tun will, weisen die Worte der Jahreslosung auf all das hin, was Christus an mir und an allen seinen Kindern getan hat:

IHM ist egal, wie wir aussehen, was wir schon geleistet haben oder woher wir kommen. ER nimmt uns an, so wie wir sind – jeden auf seine Weise.

Mit all dem vor Augen wird die Jahreslosung 2015 für mich, und vielleicht ja auch für Sie, zum Besten aller guten Vorsätze: All das, was Christus an mir getan hat, gibt mir die Kraft dazu, meine Mitmenschen anzunehmen – so wie sie sind – egal wie sie aussehen, was sie schon geleistet haben (oder vielleicht auch noch nicht geleistet haben) und woher sie kommen.

Bei all dem Hass, Neid und Unfrieden auf dieser Welt hoffe ich, dass möglichst viele Christinnen  und Christen weltweit, die Worte unserer Jahreslosung sich als guten Vorsatz für das Jahr 2015 vornehmen. Vielleicht wäre dieser Vorsatz ja auch etwas für Ihre Liste zum neuen Jahr? Und mit Christus an unserer Seite fordert uns die Jahreslosung zwar noch ganz schön heraus, aber sie überfordert uns nicht mehr. Deswegen steigt die Chance, dass wir ihn auch durchhalten, den Besten aller guten Vorsätze. Ich glaube auf jeden Fall fest daran, dass diese Welt sich mit Christi Hilfe durch jeden von uns zum Guten verändern kann – hier in Fischbach, im Nahen Osten, in den Flüchtlingslagern… – zum Lob Gottes!

Ein gesegnetes, neues Jahr 2015 wünscht Ihnen

Ihre Vikarin Romina Rieder