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"Auf ein Wort" aus dem Kirchenboten August/September 2016

Liebe Gemeinde,

kennen Sie dieses Gefühl? Ein Kribbeln in der Magengegend, die Hände werden schwitzig vor lauter Aufregung und die Wangen laufen leicht rosa an? Das Gefühl einer neu aufblühenden Liebe. Oder die innere Ruhe und Geborgengeit, wenn die Liebe zu einem Menschen sich gefestigt hat. Das sind großartige Momente, in denen einem diese Gefühle bewusst werden.

So schön die Liebe zweier Menschen untereinander ist, kann sie aber auch nicht immer ganz einfach sein. Da gibt es Höhen der Glückseligkeit, den Alltag und auch Tiefen mit den ein oder anderen Turbulenzen, die man bewältigen muss. Und manchmal, da kann die Liebe trotz aller Bemühungen auch zu Ende gehen. Dann müssen wir uns neu orientieren, zu uns selbst zurück finden. Wir dürfen uns jedoch immer sicher sein, dass wir im Glück und in der Trauer getragen werden von der unendlichen Liebe Gottes. Wir haben sie in der Taufe geschenkt bekommen, ganz ohne unser eigenes Zutun.

Wir dürfen darauf vertrauen, egal was wir tun oder sein lassen, wird Gottes Liebe für uns nie aufhören. Wenn wir zweifeln und andere Wege einschlagen, verlässt er uns nicht. Er nimmt uns immer wieder mit offenen Armen und einem liebenden Herzen bei sich auf und vergibt uns durch Jesus Christus seinen Sohn, unseren Bruder.

Weil wir diese Liebe erfahren dürfen, können wir sie auch anderen Menschen weiter geben. In der Familie, unseren Freunden, aber auch unseren Mitmenschen in unserer Stadt und auf der ganzen Welt. Denn lieben heißt für mich auch, sich wertzuschätzen, zu achten, gemeinsam lachen und trauen, tolle und schwere Zeiten zu meistern.

Gott hat uns mit seiner Liebe eine Heimat geschenkt, die wir als Christen in der Gemeinde mit Leben füllen können und sollen. Schon im Buch des Jeremia ist von der unendlichen Liebe Gottes zu seinem Volk, zu dem wir uns heute als Christen auch zählen dürfen, geschrieben. Nach Jahren der Verfolgung und Heimat-losigkeit zieht Gott sein Volk wieder zu sich.

Gott spricht: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“

Auch heute und alle Zeit gilt diese Zusage Gottes für uns, seine Kinder.

Mögen auch wir uns gegenseitig in Liebe annehmen. Ich wünsche Ihnen viele Momente, in denen Sie die Liebe eines Menschen und auch die Liebe Gottes spüren und sich seiner Güte und Nähe bewusst werden können.

Herzlichst, Ihre Stefanie Amberger