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"Auf ein Wort" aus dem Kirchenboten Oktober/November 2017

Liebe Gemeinde,

Wer bin ich? Dieser Frage mussten sich nicht nur die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu Beginn unserer Konfifreizeit stellen.

Wenn ich mich vorstelle, mit anderen ins Gespräch komme, etwas tue oder etwas lasse, gebe ich etwas von mir preis, von dem wie und wer ich bin. Doch wer bin ich, wer will ich sein? Diese Frage beschäftigt uns unser ganzes Leben lang.
Mit jedem neuen Lebensabschnitt und jeder Veränderung in unserem Leben, verändern wir uns ein Stück. Eine Hilfe dabei als Christ die Grundlinie meines „Ichs“ zu finden, gibt uns Jesus mit dem, was er von sich selbst sagt, mit dem was er tut.
Wer ist Jesus? Für manche ist die Antwort auf diese Frage ganz leicht, für andere eher schwer. Mit einem Satz könnte man kurz sagen. „Er ist der Sohn Gottes.“
In der Bibel finden wir auf diese Frage mehrere, genauere Antworten.
Dort lesen wir von Sätzen, die Jesus selbst von sich gesagt hat. Einer davon lautet:

„Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern.“ (Joh. 6,35)

Brot ist etwas Lebensnotwendiges für uns. Täglich brauchen wir es. Wir brauchen aber auch andere Dinge, die für uns, unser Leben wichtig sind, wie das tägliche Brot. Wenn wir darüber nachdenken, was das ist, entdecken wir, was unser Leben lebenswert macht.

„Essen können statt zu hungern, ist Frieden, trinken können, statt zu dürsten, warm haben, statt zu frieren, ist Frieden. Schutz finden in einem Haus, arbeiten können und seine Kraft einsetzen dürfen, das alles ist Frieden, ist tägliches Brot. Einen Menschen haben, mit dem man vertraut ist, sich nicht ängstigen müssen vor Einsamkeit, vor Streit und Hass und vor der Hölle des Krieges. Sich nicht ängstigen müssen um Kinder, Eltern oder Freunde, das alles ist das Brot, das wir täglich brauchen und für das wir täglich danken.“ (Jörg Zink)

Jesus ist für uns wichtig, so wie das tägliche Brot. Er gibt unserem Leben einen bleibenden Sinn. Im Reden und Handeln Jesu finden wir ein Vorbild und Lebenshilfe für uns. Er hat den Menschen immer vom Frieden untereinander erzählt und uns die Aufgabe gegeben, selbst im Frieden zu leben und zu handeln. Friede, in allen seinen Facetten, ist tägliches Brot, ist das was wir brauchen.

Nichts in unserer Welt passiert von alleine, wir tun zu allem etwas dazu. Im Vertrauen darauf, dass Gott uns begleitet und der Heilige Geist in uns Menschen wirkt, können wir, kann jeder, seinen Teil dazu beitragen, dass wir dem Frieden untereinander jeden Tag ein Stück näher kommen. In diesem Umgang mit unseren Mitmenschen finden wir auch immer mehr zu uns selbst.

Findet jeder heraus wie er sein will, finden wir eine Antwort auf die Frage: Wer bin Ich?

Herzlichst, Ihre Stefanie Amberger
Jugendreferentin